Interreligiöse Werkstatt

Regeln, Schutz und Haltung

Unsere Werkstatt ist ein Raum der Begegnung, des Lernens und des Austauschs. Menschen mit unterschiedlichen religiösen, weltanschaulichen, kulturellen und persönlichen Hintergründen kommen zusammen. Damit dieser Austausch gelingen kann, gelten gemeinsame Regeln.

Die Regeln im Überblick

Klicken Sie auf eine Regel, um die ausführliche Fassung zu lesen.

  1. Würde und RespektJeder Mensch hat Würde.

    Jeder Mensch hat Würde. Es gilt, sie mit Respekt und Aufmerksamkeit zu behandeln – unabhängig von Religion, Konfession, Weltanschauung, Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung, sozialer Lage und Lebensführung.

  2. Selbstbeschreibung statt ZuschreibungJede Person spricht nur für sich selbst.

    Jede Person spricht nur für sich selbst. Niemand wird auf seine Religion, Gruppe, Kultur oder Weltanschauung reduziert.

  3. Keine MissionierungEigene Überzeugungen dürfen geteilt, aber nicht aufgedrängt werden.

    Eigene Überzeugungen dürfen geteilt, aber nicht aufgedrängt werden. Missionierung, Bekehrungsversuche und weltanschauliche Überredung sind nicht erlaubt.

  4. Ich-PerspektiveAus der eigenen Erfahrung sprechen.

    Teilnehmende sprechen aus eigener Erfahrung.

  5. Aktives ZuhörenErst verstehen, dann antworten.

    Aufmerksam zuhören, andere ausreden lassen und versuchen, die Perspektive zu verstehen, bevor man antwortet.

  6. Fragen sind willkommenEhrliche Fragen sind ausdrücklich erlaubt.

    Ehrliche Fragen sind ausdrücklich erlaubt. Niemand ist verpflichtet, persönliche oder intime Fragen zu beantworten.

  7. VertraulichkeitPersönliche Erfahrungen bleiben geschützt.

    Persönliche Erfahrungen und Aussagen aus der Werkstatt werden ohne Zustimmung nicht nach außen getragen.

  8. Keine DiskriminierungDiskriminierung, Abwertung und Menschenfeindlichkeit haben keinen Platz.

    Diskriminierung, Abwertung und Menschenfeindlichkeit haben keinen Platz.

  9. Religiöse und weltanschauliche PraxisReligiöse und weltanschauliche Praxis wird respektiert.

    Gebet, Stille, Fasten, Speiseregeln, Feiertage und Symbole werden respektiert.

  10. Freiwilligkeit und GrenzenTeilnahme an Gesprächen, Übungen und Ritualen ist freiwillig.

    Teilnahme an Gesprächen, Übungen und Ritualen ist freiwillig.

Räume, Unterbringung, Verpflegung und Beschwerdewege

Gebets- und Rückzugsräume

Während jeder Werkstatt steht ein stiller Rückzugsraum für Gebet, Meditation oder Besinnung zur Verfügung. Er ist nicht dauerhaft mit Symbolen einer einzelnen Religion ausgestattet. Symbole oder rituelle Gegenstände können für die Dauer der Praxis eingebracht und anschließend wieder entfernt werden.

Unterbringung

Die Unterbringung wird sensibel geplant. In vielen Formaten ist eine geschlechtergetrennte Zimmerverteilung sinnvoll oder notwendig. Queere, trans und nicht-binäre Realitäten werden berücksichtigt. Individuelle Lösungen werden vertraulich besprochen, ohne betroffene Personen öffentlich zu thematisieren.

Verpflegung

Die Verpflegung erfolgt vegetarisch oder vegan. Damit werden viele religiöse Speiseregeln und ethische Ernährungsformen mitberücksichtigt. Allergien und Unverträglichkeiten werden vorab abgefragt.

Fotos und Öffentlichkeitsarbeit

Fotos mit erkennbaren Gesichtern werden ohne schriftliche Einwilligung nicht veröffentlicht. Bevorzugt werden für die Öffentlichkeitsarbeit:

    Vertrauenspersonen

    Bei Fragen jeglicher Art steht euch unser Leitungsteam zur Verfügung.