Interreligiöse Werkstatt

Das Konzept

Begegnung braucht mehr als Informationsaustausch.

Dialog entsteht in der persönlichen Begegnung. Durch Menschen, ihren Alltag und ihre gelebte Spiritualität lernen wir Religionen kennen. Interreligiöser Dialog entwickelt sich dort, wo Menschen einander wahrnehmen.

Im Rahmen der Interreligiösen Werkstatt verbindet sich Bildungsarbeit, mit Reflexion und gemeinsamem Handeln.

Was unterscheidet die Werkstatt von einem Workshop?

Ein Workshop kann Wissen vermitteln. Eine Werkstatt schafft einen Erfahrungsraum.

Teilnehmende verbringen mehrere Tage gemeinsam. Sie essen zusammen, wohnen am selben Ort, nehmen an gemeinsamen Aktivitäten teil, erleben Gebet oder Stille, besuchen Gotteshäuser und reflektieren ihre Erfahrungen in begleiteten Gesprächsformaten.

Dadurch entsteht ein anderer Zugang zu Religion und Weltanschauung: weniger abstrakt, persönlicher und nachhaltiger.

Pädagogischer Ansatz

Die Werkstatt folgt dem Prinzip „Lernen durch Begegnung“. Dazu gehören:

Interreligiös und interweltanschaulich

Das Format richtet sich an Menschen mit religiöser Identität, spirituellem Bezug oder Interesse an Religion und Dialog.

Konfessionslose Menschen sind willkommen. Gleichzeitig braucht das Format eine hinreichende Beteiligung religiöser Menschen, damit sichtbare Glaubenspraxis und interreligiöse Begegnung tatsächlich stattfinden können.

Kein Raum für Missionierung

Die Werkstatt ist kein Ort für Bekehrung, Überredung oder religiöse Werbung.

Teilnehmende dürfen sagen, was sie glauben, hoffen oder praktizieren. Sie dürfen auch sagen, dass ihr eigener Weg für sie wahr und wichtig ist. Nicht erlaubt ist es, andere abzuwerten, unter Druck zu setzen oder die eigene Überzeugung als allein gültigen Maßstab für alle zu setzen.

Werkstattprodukt

In vielen Formaten entsteht ein gemeinsames Werkstattprodukt, zum Beispiel:

Je nach Zielgruppe kann das Produkt unterschiedlich gewichtet werden. Für manche Zielgruppen ist es zentral, für andere optional.

Was bleibt?

Teilnehmende nehmen aus der Werkstatt mit:

Welches Format passt zu Ihrer Institution?

Universitäten, Schulen, Ausbildungsinstitutionen, Gemeinden und Jugendarbeit: Für jede Zielgruppe gibt es ein eigenes Format.

Ein Konzept, unterschiedliche Zugänge

Das Konzepthandbuch beschreibt die Werkstatt als Format, das über Gemeinden, Schulen, Hochschulen, Ausbildungsinstitutionen und Träger organisiert werden kann. Zielgruppe, Vorbereitung und Werkstattprodukt werden jeweils angepasst – der Kern bleibt die mehrtägige Begegnung.

Schulen

Variante: Schulen

Für Oberstufen, Religions- und Ethikkurse, Projektwochen und Begegnungsformate zwischen Schulen.

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